Wie die New York Times berichtete, hat Facebook eine politische Kampagne identifiziert und gestoppt, die offenbar mittels Fake Accounts auf eine Beeinflussung der im November anstehenden Midterm Elections in den USA abzielte. Das Unternehmen habe 32 Seiten und Profile auf Facebook und Instagram gelöscht, deren Aktivitäten sich vornehmlich um kontroverse und für den Wahlkampf entscheidende Themen drehten. Darunter beispielsweise koordinierte Beiträge zu den rechtsextremen Ausschreitungen im Rahmen der „Unite the Right“ Demonstrationen in Charlottesville vor etwa einem Jahr oder der „AbolishICE“ Kampagne.
Die dazu verwendeten Techniken ähnelten laut Facebook denen der Internet Research Agency, die dem Kreml nahestehende Troll-Farm, die im Zuge der Präsidentschaftswahl 2016 für Schlagzeilen sorgte. Wer wirklich dahintersteckt, ist jedoch noch unklar. Nathaniel Gleicher, Head of Cybersecurity Policy bei Facebook äußerte sich gegenüber der New York Times wie folgt (eigene Übersetzung):
Zu diesem Zeitpunkt unserer Investigation haben wir noch nicht genügend technische Beweise, um eindeutig sagen zu können, wer dahinter steckt. (…) Wir können jedoch bereits sagen, dass diese Accounts in ähnliche Aktivitäten verstrickt waren und mit bekannten Accounts der Internet Research Agency in Verbindung standen.
